24. Februar 2010

Im Blog des Harvard Business Manager Online veröffentlichte gestern Johann Füller ("lehrt am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus an der Universität Innsbruck") einen Artikel über Innovations-Management ("Wie Innovations-Management 2.0 funktioniert"):

Der klassische Weg, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, führt immer häufiger in eine Sackgasse. Unternehmen müssen sich nach innen und nach außen öffnen. Nur dann können sie von der enormen Kreativität und dem großen Wissen der Mitarbeiter, Kunden und Internetnutzer profitieren. Damit dies ein Erfolg wird, ist allerdings ein tief greifender Kulturwandel nötig. Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit.

In seinem Beitrag stellt Füller Punkte zu Führung und der Unternehmenskultur, Organisatorisches und konkrete Möglichkeiten vor, um in Organisationen Innovationsprozess zu öffnen:  Innovationskultur, Unternehmergeist, Ziel- und Managementsystem, Umsatz- und Ergebnispotenzial, Aufforderung zum Experimentieren, Erfinderbudget, Verknüpfung von Design und Marktforschung, Einbindung aller Mitarbeiter, Akzeptanz externer Lösungen, Breite Unterstützung, Spielerischer Umgang, Flexible Netzwerke, Mitmach-Plattformen und Verteilte Innovation. Ein großer und bunter Strauß also.

Zum Schluss verweist Füller auf die Befremdlichkeit eines Innovationsmanagements 2.0 für viele Führungskräfte und darauf, dass es zahlreiche Praxisbeispiele gäbe. Und er fordert seine Leser heraus:

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14. Februar 2010

Rund 300 PR-Tätige und -Interessierte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz äußerten sich in einer Umfrage zu ihrer Onlinenutzung. Das Ergebnis: Soziale Netzwerke, Blogs, Twitter und Chat gehören bei vielen PR-Tätigen zum Alltag. Besonders bei den Jüngeren sind Social Media wie Facebook sowie das Chatten sehr beliebt.

PR-Tätige und -Interessierte ("PRler") nutzen Multimedia zwar, allerdings kommt außer YouTube keine Plattform über mehr als 10 Prozent in der mindestens wöchentlichen Nutzung. Die im November 2009 durchgeführte Umfrage zeigt aber, dass viele PRler neben Email inzwischen Soziale Netzwerke, Skype, Instant Messaging oder Twitter zum Versenden von Nachrichten nutzen. Auch Blogs und Twitter gehören zum Alltag.

Insgesamt weniger als 30 Prozent der Teilnehmer nutzen hingegen Chat. In der Altersguppe der 20- bis 29-Jährigen deutet sich eine Änderung in der Chat-Nutzung an: Mehr als 10 Prozent der Jüngeren nutzen bereits jeden Tag Skype, Instant Messaging oder Soziale Netzwerke zum Chatten. Soziale Netzwerke werden insgesamt bereits sehr häufig genutzt: So führt XING hier bei der wöchentlichen Nutzung mit über 60 Prozent. Doch bei den Jüngeren hat Facebook stark aufgeholt. Zwar sind bei den Jüngeren mehr als 70 Prozent mindestens einmal in der Woche auf XING, doch bereits fast 60 Prozent nutzen dazu Facebook.

Meine Voraussage für 2010:

Dieser Trend wird sich fortsetzen und in Richtung alltäglicher Nutzung bewegen. Was bei PRlern heute noch besonders auffällt, wird auch bei "Otto Normonliner" üblich werden.

Die Ergebnisse flossen in eine 74-seitige PR-Konzeption ein, die Teil der Abschlussprüfung meines PR-Studiums bei PR PLUS in Heidelberg war. Die Abschlussprüfung erfolgte vor einer gemeinsamen Kommission von PR PLUS und der Donau-Universität Krems.   (weiter)

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7. Februar 2010

Für die PR-Konzeption für PR PLUS führte ich im November eine Umfrage zur Online-Nutzung bei PR-Tätigen und -Interessierten durch. Insgesamt nahmen etwa 300 Personen an der Umfrage teil. Der weitaus größte Teil waren PR-Tätige oder Journalisten. Die Ergebnisse flossen in meinen Abschluss zum akademischen PR-Berater ein. Derzeit bereite ich die Ergebnisse für eine Präsentation auf, die ich hier im Blog in den nächsten Tagen veröffentlichen werde.

In Abwandlung der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes "Digital Gap", der auf den Zugang zur digitalen Welt und unterschiedliche Kulturen abhebt, frage ich mich jetzt:

Gibt es in Deutschland doch einen "Digital Gap" der Altersgruppen? Gibt es die "Digital Natives"?

Anlaß für diese Fragestellung sind einige der Umfrageergebnisse. Ein paar Bemerkungen zur Umfrage:

  • Die Umfrage fand im November 2009 statt.
  • Insgesamt nahmen 302 Personen an der Umfrage teil.
  • Davon haben 259 wirklich alle Fragen beantwortet.
  • Die Umfrage war Bestandteil der PR-Konzeption für mein Fernstudium PR.
  • Der Auftraggeber war PR PLUS, Heidelberg.
  • Die Umfrage ist nicht repräsentativ.
  • Die Umfrage hat einen hohen Anteil (ca. 80 Prozent) an Personen aus dem Netzwerk von PR PLUS (beispielsweise Teilnehmer, Absolventen, Dozenten).
  • Etwa 60 Prozent der Teilnehmer sind PR-Tätige oder Journalisten (ein gelernte Lektion für das nächste Mal: PRler und Journalisten trennen)

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7. September 2009

Am vergangenen Wochenende (5. - 6.10.2009) hat die ZEIT ihren überarbeiteten Onlineauftritt aktiviert. Die Aktivierung war kein einfaches Umlegen eines Schalters sondern ein Vorgang über zwei Tage hinweg. Schritt für Schritt wurden Punkte angefasst, immer wieder gab es Dinge, die noch nicht funktionierten, und der Relaunch ist noch nicht abgeschlossen. So "hakelt" es heute noch auf mobil.zeit.de. So etwas kann bei einem großen Relaunch passieren. Doch dieses Mal bei der Zeit stört mich das überhaupt nicht.

INJELEA.deWarum mich das nicht stört? Ich war über Twitter informiert, die ganze Zeit über. Unter dem Account @zeitonline twittern bereits seit längerem

(wb) Wolfgang Blau (fm) Fabian Mohr (ch) Christian Heise (kb) Kai Biermann (dal) Dagny Lüdemann (ms) Michael Schlieben (sv) Sascha Venohr

Unter diesem und weiteren Accounts und sehr transparent kündigte die Zeit ihren Relaunch an, wies selbst auf Probleme hin, bat um Rückmeldungen zu Fehlern, beantwortete Fragen, meldete, wenn Dinge wieder funktionierten, fragte nach und bedankte sich.

Kurz gesagt: Dieser Relaunch einer großen Website einer "traditionellen" Zeitung war für mich besonders, denn die Zeit kommunizierte.

Vielen Dank.

Übrigens: Ich bin schon länger Fan von ZEIT Online auf Facebook.

Die Zeit auf Twitter:

Nachtrag:

Vor lauter Begeisterung über die Kommunikation der ZEIT habe ich vergessen zu erwähnen, wie mir die "neue" ZEIT gefällt: Gut. Klarer und übersichtlicher. Aber das ist Geschmackssache Wink

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24. August 2009

Silicon.de berichtet, dass nach Angaben des IT-Sicherheitsdienstleisters ScanSafe bereits 76 Prozent seiner Klienten den Zugang zu Social Networks blockierten. Das entspräche einem Anstieg um 20 Prozent innerhalb von sechs Monaten:

Social Computing wird von immer mehr Unternehmen unterbunden. Nicht nur Facebook und Co geraten zunehmend in die Kritik, sondern auch der Microblogging-Dienst Twitter. Bundestag und SPD wollen den Abgeordneten das Twittern während der Bundestagswahl untersagen.

[ Social Networking und Twitter - der Hype kippt ]

Da gerät Twitter in Kritik, weil Abgeordnete mehr oder weniger valide Informationen vorab weitergeben. Ihr Ahnungslosen: Das war vorher schon verboten; gestört hat das auch damals nicht. Zwar waren die SMS-Nachrichten nicht für jeden sichtbar, nach dem Schneeballsystem verbreiteten sich diese Informationen dann doch. Kein Wunder, dass ein Kanzleramtschef Verkehrsregeln für das Internet will, die es schon längst gibt.

Da sei den US-Marines das Twittern und auch die Nutzung von Facebook und MySpace untersagt. Ihr Ahnungslosen: Die US Navy ist schon weiter, denn "The Navy supports Social Media". Und die NATO ruft Soldaten und Zivilisten zu dem Videowettbewerb "Why Afghanistan Matters" auf.

Da werden Webseiten von der Firewall geblockt, weil sie einer bestimmten Kategorie zugeordnet sind (beispielsweise Online-Shopping, Sport und Webmail). Ihr Ahnungslosen, was wird die Mehrzahl der Mitarbeiter in zwei Jahren in Zeiten von iPhone, Android-Phone und Co. die Firewall noch interessieren?

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30. Juni 2009

Seit Mai dieses Jahres denke ich über "Das Ende vom INJELEA Blog" nach. Ich will etwas Neues beginnen und neu anfangen. Dabei soll es in Richtung Nachrichtenportal gehen. Nachrichten von mir und über mich und meine Themen. Die Idee von Frank Roebers gefällt mir schon richtig gut. Es geht mir um Social, um Media und um News. Warum also kein Social Media Newsroom als Basis, dachte ich mir. Im Hintergrund probiere ich das eine oder das andere bereits aus.

Und dann geschieht zweierlei:

1. Ich probiere Posterous und Soup.io aus, twittere darüber, Wolfgang antwortet mir, und gestern Abend probiere ich genau das aus:

@fwhamm ich mag ja storytlr irgendwie noch mehr.

2. PR-Blogger Klaus Eck liefert heute "21 Beispiele für den Social Media Newsroom" sowie 15 Gründe, warum ein gutgemachter Social Media Newsroom essentiell ist für die Online-PR.

Weil ich nun einmal gerne etwas ausprobiere, auch wenn es nicht der Weisheit letzter Schluss ist:

Mein Social Media Newsroom mit Storytlr

Das wird nicht das neue INJELEA sein. Es ist ein Blick über den Tellerrand, um Ideen und Anregungen zu gewinnen. Was halten Sie davon?

P.S. Klaus Ecks 21 Beispiele und weitere dazu habe ich auf Diigo in meiner Liste "Social Media Newsrooms" gesammelt (als Webslides), als Anregung sozusagen Smile

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26. Juni 2009

Nach meinem gestrigen Review zum Intranet Summit war ich heute morgen neugierig, wo und was über den Intranet Summit geschrieben wurde. Ich habe in meinem Feedreader nachgesehen und dann die Twittersuche und die Google Blogsuche angeworfen.

Text-Gold.de

Saim Alkan hat auf Text-Gold.de gestern und vorgestern live von der Veranstaltung gebloggt:

Namics Blog

Gestern hielt Jürg Stucker, CEO von Namics, einen Vortrag. Der Präsentation war sehr informativ, interaktiv und mit Live-Zugriff auf das Namics Intranet. Jürg Stuker hat einen Artikel inklusive Download seiner Präsentation bereits kurz vor dem Start des Vortrags online gestellt Wink

Für mich ist es Fakt, dass sich die Kommunikation zwischen Menschen verändert hat und dass der Einfluss auf Firmen (aber auch der zu erzielende Nutzen) SEHR gross ist. Anderen nennen es Mitarbeiter 2.0 für mich ist es der Umgang zwischen Menschen. Zwei Fallstudien: Die Backchannel-Diskussion beim Vortrag von Norbert Bloz bei Namics und das Etablieren eines Standards. "Per Zufall" dazu gekommen, ist ein Brainstorming im Intranet, bei welchem Chris gestern innert 2 Stunden 15% aller Menschen bei Namics erreicht hat. Genial!

[ Jürg Stuker: Mehr-Werte durch die Öffnung der Unternehmenskommunikation ]

Viele Dank für den Live-Eindruck vom Namics Intranet. Mein Wunsch an die Referenten des nächsten Intranet Summits: Bitte mehr Live Vorführungen von Intranets (auch wenn dies Zeit kostet und manchmal die Technik nicht mitspielt).

Twitter

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16. Juni 2009

Inzwischen twittern sogar Astronauten (@astro_mike und demnächst @astro_127) im All vom Space Shuttle aus. Wenn ich Bekannten davon erzähle, dann kommt meistens als erste Frage: "Wie funktioniert das, haben die eine Internetverbindung?". Hier sind die Antworten von Mark aka @astro_127:

Twitter from orbit 101 Part 1: I do NOT have online internet access. 3 times a day, mission control sends up files that include email.

Twitter from orbit Part 2: While my email in arrives, my email out that have sat in a folder since I wrote them will b brought 2 the ground.

Twitter from Orbit Part 3: Once my emails 4 twitter arrive on the ground, someone will take them and post them on my twitter account.

Twitter from orbit Part 4: No one will edit my twitter posts, but they will NOT b live. I will put the date & time (CDT) that I wrote them.

Twitter from Orbit Part 5: Hope that clears up how twitter from orbit REALLY works.

Vielleicht schickt Mark ja doch mit einer Email ein Bild unserer blauen Murmal zur Bodenstation und die schickt es zu Twitpic Wink

Von Mark wusste ich übrigens das, was die ZEIT am Samstag kurz tickerte ("Start wegen eines Lecks verschoben") und gestern Abend berichtete ("Die Raumfähre Endeavour startet nicht vor Mittwoch"), auch bereits am Samstag Mittag:

Got the word that we're not going today. That's part of r business. Most important thing is to not launch til everything is ready.

Here's what I know: The problem was in the system that vents excess H2 from r external tank. This is NOT a shuttle problem, but a pad one.

What happens now? We work 2 a Wed launch while senior management meets to decide on the plan. My crew stays in quarantine at KSC for now.

Ich wusste es nicht irgendwann von einem "Gatekeeper" oder einem "Meinungsführer" oder einer "gut unterrichteten Quelle" oder "jemandem, der jemanden kennt" sondern bereits zwei Tage vorher von der Originalquelle. Das ist Twitter. Das ist Kommunikation.

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