14. Januar 2010
Auf Besser 2.0 stellt Frank Wolf die Social Software Matrix vor. Derzeit vergleicht die Matrix neun Social Software Suites (Atlassian Confluence, blueKiwi, Google Apps Pro + Wave, IBM Lotus Connections, Jive SBS, Liferay Social Office, Microsoft SharePoint, Socialtext, MindTouch):
Der Markt für Social Software explodiert förmlich. Neue Anbieter kommen aus den Nischen von Foren-, Wiki- oder Blogsoftware und rüsten Ihre Produkte zu vollwertigen Social Software Suiten auf. Auf der anderen Seite gibt es die etablierten Platzhirsche im Bereich Collaboration und CMS Anbieter, die Ihren Tools Web 2.0 Funktionen hinzufügen. Ein sehr dynamischer Markt, der in Zukunft einige Stars aber auch viele Sternschnuppen sehen wird. Die Matrix soll helfen, in diesem Dschungel den Überblick zu behalten und angepasst an die eigenen Bedürfnisse und Absichten eine Shortlist der spannendsten Anwendungen erstellen zu können. Diese engere Wahl sollte dann im Idealfall als Pilot installiert und ausführlich getestet werden. Erst dann kann man eine wirklich belastbare Entscheidung über das am besten passende System treffen.
[ Es ist eine Matrix! Social Software verstehen und vergleichen mit der Socialsoftwarematrix ]
Die Matrix unterscheidet verschiedene geschäftliche Anwendungsfälle, technische Szenarien und Aspekte zur Bewertung des Anbieters.
- Geschäftliche Anwendungsfälle: Enterprise Communication, Collaboration & Knowledge Exchange, Social Networking & Expert Search, Personal Information Management, Project Management
- Technische Szenarien: Operational Flexibility, Customization & Extensibility, Data & Security
- Anbieter: Vendor Position, Support & Services
24. August 2009
Silicon.de berichtet, dass nach Angaben des IT-Sicherheitsdienstleisters ScanSafe bereits 76 Prozent seiner Klienten den Zugang zu Social Networks blockierten. Das entspräche einem Anstieg um 20 Prozent innerhalb von sechs Monaten:
Social Computing wird von immer mehr Unternehmen unterbunden. Nicht nur Facebook und Co geraten zunehmend in die Kritik, sondern auch der Microblogging-Dienst Twitter. Bundestag und SPD wollen den Abgeordneten das Twittern während der Bundestagswahl untersagen.
[ Social Networking und Twitter - der Hype kippt ]
Da gerät Twitter in Kritik, weil Abgeordnete mehr oder weniger valide Informationen vorab weitergeben. Ihr Ahnungslosen: Das war vorher schon verboten; gestört hat das auch damals nicht. Zwar waren die SMS-Nachrichten nicht für jeden sichtbar, nach dem Schneeballsystem verbreiteten sich diese Informationen dann doch. Kein Wunder, dass ein Kanzleramtschef Verkehrsregeln für das Internet will, die es schon längst gibt.
Da sei den US-Marines das Twittern und auch die Nutzung von Facebook und MySpace untersagt. Ihr Ahnungslosen: Die US Navy ist schon weiter, denn "The Navy supports Social Media". Und die NATO ruft Soldaten und Zivilisten zu dem Videowettbewerb "Why Afghanistan Matters" auf.
Da werden Webseiten von der Firewall geblockt, weil sie einer bestimmten Kategorie zugeordnet sind (beispielsweise Online-Shopping, Sport und Webmail). Ihr Ahnungslosen, was wird die Mehrzahl der Mitarbeiter in zwei Jahren in Zeiten von iPhone, Android-Phone und Co. die Firewall noch interessieren?
22. August 2009
Christiane Schulzki-Haddouti hat bereits am 18.August 2009 die Studie "Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft" veröffentlicht ("KoopTech-Studie ist online"). Ja, dies ist in Netzzeiten bereits gefühlte Ewigkeiten her, und ich bin momentan sowieso etwas langsam.*
In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht. Schulzki-Haddouti war für die 14-monatige Arbeit an dieser Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der h_da beschäftigt. Das Projekt wurde zudem von Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer vom Studiengang Online-Journalismus betreut.
Doch die Studie hat es in sich, auch wenn ich sie noch nicht gelesen sondern nur überflogen habe.* Auf über 300 Seiten behandelt Christiane Kooperation, Innovation, Entwicklung und Anwendung kooperativer Technologien, Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren und fünf verschiedene Szenarien.
Bemerkenswert ist nicht nur der Umfang und der wissenschaftliche Charakter der Studie: Sie ist unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA 3.0 veröffentlicht. Ich freue mich, dass ich zusammen mit elf anderen Teilnehmern wie beispielsweise Jörg Hoewner, Dieter Rappold und Tim Schlotfeldt mit einem Interview zu dieser Studie beitragen durfte.
Ich habe mir ganz fest vorgenommen, mir dieses geradezu monumentale Werk "reinzuziehen"*, auch wenn es bereits im letzten Jahr entstand. Denn die Grundzüge gelten nach wie vor und unverändert. Ein wunderbares Grundsatzwerk, auf das ich mich sehr freue.
*) weil ich gerade viel lese, arbeite, mache, tue, lese....
22. August 2009
Die vierte jährliche "Global Intranet Strategies" Umfrage wird in 10 Tagen schließen. Falls Sie ein "Intranet Manager" sind, d.h. inhaltlich und / oder verantwortlich ein Intranet betreuen, und noch nicht teilgenommen haben, ist noch Zeit genug.
Melden Sie sich für die Teilnahme an der Umfrage an. Im Gegenzug erhalten Sie ein freies Exemplar des "Global Intranet Trends for 2010" Reports, der in der zweiten Oktoberhälfte veröffentlicht werden wird. BTW: Ich erhalte auch ein Exemplar
Die Umfrage führt Jane McConnell von NetStrategy/JMC durch. Sie hat bereits erste Zwischenergebnisse veröffentlicht:
Some preliminary findings:
- The intranet as the single point of entry into the online workplace is beginning, with approximately 15 % of the organizations saying this is already the case.
- Home pages are primarily news-based (60 %) versus navigational or work tool-based.
- Social networking applications (such as Facebook) are still rare, existing in fewer than 15% of the organizations. However, another 20 % are experimenting!
- Internal blogs exist in around 45 % of the organizations.
- Approximately 35% of the organizations attempt to measure the value the intranet brings to the organization, business and staff.
Die Umfrage behandelt noch viele andere Themen, und der "Global Intranet Trends for 2010" Report wird nicht nur die Grafiken sondern ausführliche Analysen der Ergebnisse enthalten.
Für die Umfrage benötigen Sie etwa 45 Minuten, die Sie jedoch in kleinen Abschnitte teilen können.
Weitere Informationen gibt es auf der NetJMC Website:
26. Juli 2009
Jane McConnell hat auf ihrem Blog "Globally local - locally global" eine Liste von Blogs und Gruppen rund um das Thema Intranet veröffentlicht. Jane hat die Liste gegliedert in
- Intranet-Manager (11 Einträge, darunter ich)
- Intranet oder intranetnahe Beratungsblogs (11 Einträge)
- Online Intranet-Gruppen (5 Einträge)
Setzen Sie sich mit Jane in Verbindung, falls Sie ein Blog zum Thema Intranet schreiben. Jane erweitert gerne ihre Liste:
Who's playing in the Intranet online space?
Intranet-Bookmarks
Meine Bookmarks zum Thema Intranet pflege ich auf Diigo. Hier die zehn aktuellsten:
25. Juli 2009
Seit dem 24. Juni ist die diesjährige weltweite Intranetumfrage ("2009 Global lntranet Survey goes live! Participate!") von Jane McConnell online. Am Freitag habe ich für mein Unternehmen an der Umfrage teilgenommen (endlich...). Dieses Jahr geht es insbesondere um "Social Media" in den Intranets von Unternehmen.
Jedes teilnehmende Unternehmen erhält ein freies Exemplar der Globalen Intranet Trends für 2010 (Veröffentlichung im Herbst). Für mich war es jedes Mal sehr aufschlussreich, wo unser Unternehmen steht. Auch wenn ich kein Freund des unreflektierten "Benchmarkings" bin, so bietet Ihnen eine Teilnahme die Möglichkeit Ihr Intranet einzuordnen und Argumente um gegebenenfalls neue Vorhaben anzustoßen.
(Anmerkung: Unreflektiertes Benchmarking orientiert sich oft nicht an den Anforderungen des eigenen Unternehmens sondern dem "üblichen" Verhalten anderer und verhindert Fortschritt und Innovationen)
Teilnahmebedingungen:
- You may be any type of organisation from multinational company to government agency to NGO.
- You must participate using your organisational email - no gmails, hotmails, etc.. (This policy is intended to ensure that the participants are legitimate representatives of their intranets.)
- You may be any size of organisation. Participants range from under 5,000 to over 200,000 employees.
- You must be the person who has some degree of responsibility or involvement in the intranet or portal. This is not an intranet-user survey.
- (Please note: This survey is designed for companies and organizations who are "end-users". This excludes agencies, solution providers, technology service providers or web/intranet consultancies.)
Zur Anmeldung:
2. Juli 2009
Im Rahmen der Abschlussarbeit meines PR-Studiums werde ich möglicherweise mit einem webbasierten Umfragetool eine Online-Umfrage durchführen. Außerdem überlege ich, ein derartiges Umfragetool für den Einsatz im Unternehmen zu prüfen. Gerade fing ich erst mit einem ersten Sammeln von Ideen an:
Dienste:
Allgemeine Anforderungen
- Umfragen in unterschiedlichen Sprachen (oder auch eine Umfrage in mehr als einer Sprache?)
- Fortschrittsbalken
- Optionale E-Mail-Einladungen
- Paging / Mehrere Seiten zum Blättern vor und zurück
- Bedingte Fragen (Einblenden von Fragen / Seiten in Abhängigkeit der Beantwortung einer Frage)
- Konfigurierbare "Danke-Seite"
- Betrachten und Herunterladen als CSV der Ergebnisse während der Umfrage (natürlich auch am Ende)
- Filtern der Antworten, Kreuztabellen
- Optional: Zwischenspeichern zum späteren Fortfahren mit der Umfrage
- ...
Anforderungen für den Unternehmenseinsatz
- White-Labelling / Branding mit eigenem Design, Logo
- Verschlüsselter Zugang (SSL)
- ...
Dann dachte ich: Warum nicht einfach die Fragen in den Blograum stellen: Kennen Sie noch weitere Webdienste / Saas? Worauf sollte ich bei den Diensten achten?
Ideen gerne auch @fwhamm
25. Juni 2009
Gestern und heute war ich auf dem Intranet Summit in Bad Homburg. Zwei Tage lang ging es konzentriert um "das" Intranet und viele Intranets in der Praxis. Der Praxisanteil war sogar extrem hoch. Neben den Vorträgen gab es viele Diskussionen zu zweit oder in kleinen Gruppen.
Gestern abend waren wir zusammen in der Kartoffelküche in Bad Homburg. Die Gespräche drehten sich um Erfahrungen im Unternehmen - auch um das Intranet. Immer wieder aber ging es auch um persönliche Vorlieben und Erlebnisse. Es war wie im richtigen Leben. Vielen Dank an alle!
Ich habe insgesamt neun Präsentationen begleitet und meine Artikel im DokuWiki der Veranstaltung abgelegt. Dort wird es weitere zusätzliche Dokumentationen zur Veranstaltung geben. Zusätzlich habe ich die Artikel anschließend hier im Blog gepostet:
- Patrick C. Walsh: Lean Intranet as a Way to Value-Orientation
- Personalisierung und Individualisierung beim neuen Intranet der Deutschen Post DHL
- Fallbeispiel: Erfahrungen mit dem Portal-Management bei Ball Packaging Europe
- Fallbeispiel: Optimierung Informationsfluss bei Real SB-Warenhaus
- Fallbeispiel: Mehr Effizienz durch Informations- und Wissensmanagement bei der DAK
- Fallbeispiel: Interne Kommunikation sowie Wertschöpfung durch das Intranet bei Cognis
- Fallbeispiel: Social Computing bei den Helios Kliniken
- Fallbeispiel: Prozesssteuerung im Intranet bei sanofi-aventis
- Projektmanagement für Intranet Projekte - Mehrwert und Erfolgsfaktoren
Es war wieder einmal sehr anstrengend, gleichzeitig zuzuhören, versuchen zu verstehen und niederzuschreiben. Ich hoffe, ich kann Ihnen damit einen Eindruck von den Präsentationen vermitteln. Heute morgen hat Patricia die Dokumentation übernommen, und ich konnte mich mehr auf die Vorträge konzentrieren.
Insgesamt gefiel mir die Veranstaltung sehr gut. Der einzige Wermutstropfen war das zu stramme Programm. Es waren zu viele Vorträge mit zu wenig Zeit, so dass es zu Verzögerungen kam. Die Diskussionen und Fragen kamen waren dann teilweise zu hektisch. Insgesamt werde ich jederzeit wieder gerne zum Intranet Summit gehen.



