19. März 2010
Frech habe ich Elita Wiegands Titel geklaut zitiert, mit dem sie im innovativ.in Blog ein Video gepostet hat. Es zeigt, wie junge Menschen in 0815 Unternehmen arbeiten (könnten?) - aber auch, warum sie in einem 0815 Unternehmen wahrscheinlich nicht arbeiten wollen:
Jonathan Imme und die anderen "jungen Wilden" waren auch im Projekt Palomar 5, das auf changeX beschrieben wird ("Lichtjahre weiter)":
Palomar 5 – eine junge Generation will einen grundlegenden Wandel der Arbeitskultur.
Mehr Projektarbeit und Flexibilität, mehr Möglichkeiten, Wissen zu teilen, mehr gemischte Teams, unterschiedliche Perspektiven und frische Ideen – so wünscht sich eine Avantgarde von Berufseinsteigern die Arbeitswelt von morgen. Und ist weit weg von den Arbeitsbedingungen in den Unternehmen von heute.
Viele junge Leute haben also ein ganz anderes Verständnis von Arbeit, Zusammenarbeit und Kommunikation in Unternehmen. Doch nicht nur innerhalb des Unternehmens erwarten sie andere, flexiblere und dynamischere Arbeitsformen - auch über Unternehmensgrenzen hinaus.
StudiVZ, Facebook, Blogs etc. sind für viele selbstverständlich. Die "Digital Natives" erwarten, dass sie auf ihre gewohnte Umgebung und ihr Netzwerk im Unternehmen und unternehmensübergreifend zurückgreifen können. Um sich beispielsweie kurz einmal über Facebook mit einem Studienfreund zu einer fachlichen Fragestellung im Job auszutauschen.
Welche Auswirkungen hat das auf die PR-Arbeit, wenn die Mitarbeiter plötzlich anfangen auf Facebook, Twitter und Co zu kommunizieren und dabei auch schon einmal das eine oder andere Wort über ihr eigenes Unternehmen fallen lassen? Wenn die Firewall keine Rolle spielt, weil mit den heutigen Smartphones wie iPhone und Nexus jeder das Internet in der Tasche hat?
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter meint, in einem Forum das eigene Unternehmen verteidigen zu müssen und sich dabei in Ton und / oder Inhalt vergreift?
Ist plötzlich jeder Mitarbeiter zumindest ein Botschafter des Unternehmens oder sogar ein PR-Mitarbeiter?
Deswegen sollten wir über die Zukunft der Arbeit und die Arbeit der Zukunft sprechen.
Ändert sich die PR-Arbeit dadurch? Wie sehen bei Ihnen die Erfahrungen und Erkenntnisse zur Social Media-Welt aus? Wie beispielsweise stehen Sie zur Idee einer Social Media Guideline, mit der die Mitarbeiter eine Orientierung zum Verhalten im Web erhalten?
Neugierig auf Meinungen, Erkenntnisse und Ansichten...
7. März 2010
Von Juni 2008 bis Februar 2010 studierte ich im Ferstudium Public Relations bei PR PLUS in Heidelberg. Die Abschlussprüfung zum Akademischen PR-Berater war bei PR PLUS in Heidelberg und erfolgte in Kooperation mit der Donau-Universität Krems. Teil des Abschlusses waren ein praktisches PR-Konzept für einen realen Auftraggeber sowie deren Präsentation/Verteidigung vor der Prüfungskommission. Ich habe die PR-Konzeption für PR PLUS erstellt:
"PR PLUS goes online - Konzeptionsarbeit für PR PLUS zur Optimierung der externen Online-PR"
Die Präsentation der Konzeption erfolgt vor der Prüfungskommission und darf maximal zwölf Minuten dauern. Anschließend stellt die Prüfungskommission Fragen zur Präsentation. Die Prüfungskommission kennt jedoch nicht die eingereichte Konzeption sondern nur das entsprechende Gutachten.
Die Herausforderung, eine 60- bis 80-seitige Konzeption auf ihre Essenz in zwölf Minuten „herunterzudampfen“, ist groß aber lösbar. Schließlich war ich nicht der erste, dem dies gelang :-)
Diese Version entspricht der Originalversion, die ich am 5. Februar 2010 präsentiert habe. Ich habe lediglich am Ende zusätzliche Hinweise hinzugefügt:
27. Februar 2010
Gestern war der Fernstudientag 2010. Mit einer Aktion dabei waren die Bildungsreporter (Beschreibung auf Etherpad) mit "Bildungsreport On Air" auf 1000Mikes. Ich war mit dabei mit einem Erfahrungsbericht:
Frank Hamm berichtet über seine Erfahrungen als Fernstudent und Eindrücke, wie verbreitet neue Tools bei seinen Kommilitonen tatsächlich sind
Und weil ich eh herumsaß, ließ ich die Webcam mitlaufen:
27. Februar 2010
In vielen Unternehmen wird gemeetet bis zum Abwinken, getuschelt zwischen Tür und Angel. Und glauben Sie, dass Sie deswegen keine Präsentationen brauchen? Falsch! Absolut falsch! Wenn Sie ein Intranet oder einen Internetauftritt "managen", dann können Sie jede Unterstützung gebrauchen, die Sie bekommen können. Und diese Unterstützung bekommen Sie nicht durch ein 30-seitiges Konzept oder ein Meeting, in dem 10 Leute durcheinander reden. Glauben Sie mir, das wird nicht funktionieren.
Unterstützer bekommen Sie durch Leute im Unternehmen, die Sie neugierig machen. Leute, die Sie begeistern. Leute, die Sie mitreißen. Sicher, ein guter Ansatz dafür ist "Management by Lunch". Identifizieren Sie wichtige Leute und gehen Sie mit Ihnen essen. Am Ende werden Sie vielleicht zustimmende Worte hören. Aber mitreißen, eine Welle schaffen, das können Sie nur mit einer Präsentation. Aber eben nur mit einer guten, mitreißenden Präsentation. So also nicht:
Wie also dann? Nach dem Intra-nomad sollten Sie darauf achten:
- Erstellen Sie die Präsentation für Ihr Publikum und nicht für sich selbst
- Erzählen Sie ihm, was Sie sagen werden. Sagen Sie es. Und dann sagen Sie dem Publikum, was Sie ihm gesagt haben.
- Die Triade: Die Präsentation braucht eine Struktur, muss gut klingen und in Erinnerung bleiben.
- Erzählen Sie eine Geschichte.
- Powerpoint ist nicht "die Message".
[ Intra-nomad - Presentation skills, via James Robertson - Presentation skills for intranet managers ]
P.S.: Wie Sie wohl die richtigen Leute zu Ihrer Präsentation bekommen? Richtig, in vielen Unternehmen leider nur durch "Management by Lunch". Wenn in Ihrem Unternehmen nämlich keine Präsentationen gehalten werden sondern nur Bulletlisten als Tagesordnung durchgesprochen werden, dann geht es eben nicht anders. Leider. Dann helfen Ihnen im Zweifel Ihre Präsentationsskills auch wieder nicht. Aber vielleicht gehen Sie einmal auf ein BarCamp und legen einfach los
24. Februar 2010
Im Blog des Harvard Business Manager Online veröffentlichte gestern Johann Füller ("lehrt am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus an der Universität Innsbruck") einen Artikel über Innovations-Management ("Wie Innovations-Management 2.0 funktioniert"):
Der klassische Weg, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, führt immer häufiger in eine Sackgasse. Unternehmen müssen sich nach innen und nach außen öffnen. Nur dann können sie von der enormen Kreativität und dem großen Wissen der Mitarbeiter, Kunden und Internetnutzer profitieren. Damit dies ein Erfolg wird, ist allerdings ein tief greifender Kulturwandel nötig. Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit.
In seinem Beitrag stellt Füller Punkte zu Führung und der Unternehmenskultur, Organisatorisches und konkrete Möglichkeiten vor, um in Organisationen Innovationsprozess zu öffnen: Innovationskultur, Unternehmergeist, Ziel- und Managementsystem, Umsatz- und Ergebnispotenzial, Aufforderung zum Experimentieren, Erfinderbudget, Verknüpfung von Design und Marktforschung, Einbindung aller Mitarbeiter, Akzeptanz externer Lösungen, Breite Unterstützung, Spielerischer Umgang, Flexible Netzwerke, Mitmach-Plattformen und Verteilte Innovation. Ein großer und bunter Strauß also.
Zum Schluss verweist Füller auf die Befremdlichkeit eines Innovationsmanagements 2.0 für viele Führungskräfte und darauf, dass es zahlreiche Praxisbeispiele gäbe. Und er fordert seine Leser heraus:
(weiter)15. Februar 2010
Seit 2009 pflege ich auf Diigo die Social Media Newsroom-Liste. Nicht alle haben überlebt. So gibt es den "Volvic Wasserbotschafter Newsroom" nicht mehr. Doch immer wieder gibt es neue Social Media Newsrooms, die ich hinzufüge. Heute brachte mich dann @mcschindler in Verlegenheit:
@fwhamm Welche Social Media Newsrooms findest du am besten? Tolle Liste übrigens, die du da gemacht hast http://bit.ly/6xbx7n #SMN
Genau, welche sind die besten Social Media Newsrooms? Ich hätte jetzt Stunden damit verbringen können auf der Suche nach objektiven Kriterien, einer Entscheidungsmatrix und - am besten und liebsten - nach Beratern, die mir die Entscheidung abnehmen.
Was solls, ich bin die Liste durchgegangen. Hier ist sie also, die vollkommen subjektive, nicht-ultimative Liste der Top Ten Social Media Newsrooms!
Luxusklasse - besser als Masse
Gut, aber das Design ist mir etwas zu "3-farbig-flach"
- Pressemitteilungen
- News (wo ist der Unterschied zu Pressemitteilung? Warum ohne Datum?)
- In den Medien (gut!)
- Blogroll
- Newsletter-Bestellung
- Tag Cloud
- Kontakt mit Bild und Link auf XING
- Links zu Social Media-Accounts (YouTube, Flickr, ..)
- Social Bookmarking (drei Mister Wong Gruppen)
- Tweets
- Kommentare
14. Februar 2010
Rund 300 PR-Tätige und -Interessierte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz äußerten sich in einer Umfrage zu ihrer Onlinenutzung. Das Ergebnis: Soziale Netzwerke, Blogs, Twitter und Chat gehören bei vielen PR-Tätigen zum Alltag. Besonders bei den Jüngeren sind Social Media wie Facebook sowie das Chatten sehr beliebt.
PR-Tätige und -Interessierte ("PRler") nutzen Multimedia zwar, allerdings kommt außer YouTube keine Plattform über mehr als 10 Prozent in der mindestens wöchentlichen Nutzung. Die im November 2009 durchgeführte Umfrage zeigt aber, dass viele PRler neben Email inzwischen Soziale Netzwerke, Skype, Instant Messaging oder Twitter zum Versenden von Nachrichten nutzen. Auch Blogs und Twitter gehören zum Alltag.
Insgesamt weniger als 30 Prozent der Teilnehmer nutzen hingegen Chat. In der Altersguppe der 20- bis 29-Jährigen deutet sich eine Änderung in der Chat-Nutzung an: Mehr als 10 Prozent der Jüngeren nutzen bereits jeden Tag Skype, Instant Messaging oder Soziale Netzwerke zum Chatten. Soziale Netzwerke werden insgesamt bereits sehr häufig genutzt: So führt XING hier bei der wöchentlichen Nutzung mit über 60 Prozent. Doch bei den Jüngeren hat Facebook stark aufgeholt. Zwar sind bei den Jüngeren mehr als 70 Prozent mindestens einmal in der Woche auf XING, doch bereits fast 60 Prozent nutzen dazu Facebook.
Meine Voraussage für 2010:
Dieser Trend wird sich fortsetzen und in Richtung alltäglicher Nutzung bewegen. Was bei PRlern heute noch besonders auffällt, wird auch bei "Otto Normonliner" üblich werden.
Die Ergebnisse flossen in eine 74-seitige PR-Konzeption ein, die Teil der Abschlussprüfung meines PR-Studiums bei PR PLUS in Heidelberg war. Die Abschlussprüfung erfolgte vor einer gemeinsamen Kommission von PR PLUS und der Donau-Universität Krems. (weiter)
7. Februar 2010
Für die PR-Konzeption für PR PLUS führte ich im November eine Umfrage zur Online-Nutzung bei PR-Tätigen und -Interessierten durch. Insgesamt nahmen etwa 300 Personen an der Umfrage teil. Der weitaus größte Teil waren PR-Tätige oder Journalisten. Die Ergebnisse flossen in meinen Abschluss zum akademischen PR-Berater ein. Derzeit bereite ich die Ergebnisse für eine Präsentation auf, die ich hier im Blog in den nächsten Tagen veröffentlichen werde.
In Abwandlung der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes "Digital Gap", der auf den Zugang zur digitalen Welt und unterschiedliche Kulturen abhebt, frage ich mich jetzt:
Gibt es in Deutschland doch einen "Digital Gap" der Altersgruppen? Gibt es die "Digital Natives"?
Anlaß für diese Fragestellung sind einige der Umfrageergebnisse. Ein paar Bemerkungen zur Umfrage:
- Die Umfrage fand im November 2009 statt.
- Insgesamt nahmen 302 Personen an der Umfrage teil.
- Davon haben 259 wirklich alle Fragen beantwortet.
- Die Umfrage war Bestandteil der PR-Konzeption für mein Fernstudium PR.
- Der Auftraggeber war PR PLUS, Heidelberg.
- Die Umfrage ist nicht repräsentativ.
- Die Umfrage hat einen hohen Anteil (ca. 80 Prozent) an Personen aus dem Netzwerk von PR PLUS (beispielsweise Teilnehmer, Absolventen, Dozenten).
- Etwa 60 Prozent der Teilnehmer sind PR-Tätige oder Journalisten (ein gelernte Lektion für das nächste Mal: PRler und Journalisten trennen)




