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16. März 2008

Die aktuelle Lage in Tibet bzw. Lhasa verschärft sich von Tag zu Tag. Während der Dalai Lama Chinas Regierung angreift ("Es ist kultureller Völkermord"), und im Netz gelegentlich über einen Olympia-Boykott (Google Blog Suche, Google News Suche) nachgedacht wird, sehen der IOC-Präsident und unsere Regierung dies anders:

Ich habe mir jedoch meine eigene Meinung dazu gebildet. Die sogenannte Volksrepublik China unterdrückt seit Jahrzehnten das Volk von Tibet, mißachtet die Menschenrechte und greift jetzt besonders hart und gewaltsam durch, weil sie zu den Olympischen Spielen in Peking eine Mustershow durchziehen will und als besonders weltoffen, friedlich und fortschrittlich gelten will.

Mich erinnert dies es Vorgehen fatal an das Vorgehen der Nazis zu den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin, als das Dritte Reich die Olympischen Sommerspiele für eine Imagekampagne sondergleichen mißbrauchten - und die demokratischen Nationen fielen darauf hinein. Die Berichterstattung war voll des Lobes über das Dritte Reich und die Organisation der Spiele in Berlin. Alles schien so schön in Ordnung in Deutschland zu sein.

Ich kann und will dem Regime in Peking seine Menschenverachtung nicht einfach so durchgehen lassen.

Olympia-Boykott Peking 2008

Ich boykottiere die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Ich werde weder mir Berichte im Vorfeld zu den Vorbereitungen der Olympischen Spiele ansehen oder anhören (außer es ist ein kritisierender Bericht), noch werde ich Berichte von den Olympischen Spielen 2008 in Peking ansehen oder anhören. Und es ist mir komplett egal, ob die deutsche Mannschaft haufenweise Goldmedaillen einsammelt.

Ich rufe zum Olympia-Boykott auf!

Ich würde mich freuen, wenn sich andere diesem Boykott anschließen würden:

P.S. Hier sind noch Quelltexte zum Einbetten der Grafik via Flickr:

Originalgröße:
<a href="http://www.flickr.com/photos/injelea/2338536238/" title="Olympia-Boykott Peking 2008 von Frank Hamm bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3269/2338536238_21ccaeeb5c_o.png" width="631" height="159" alt="Olympia-Boykott Peking 2008" /></a>

Mittel:
<a href="http://www.flickr.com/photos/injelea/2338536238/" title="Olympia-Boykott Peking 2008 von Frank Hamm bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3269/2338536238_0d62965016.jpg" width="500" height="126" alt="Olympia-Boykott Peking 2008" /></a>

Klein:
<a href="http://www.flickr.com/photos/injelea/2338536238/" title="Olympia-Boykott Peking 2008 von Frank Hamm bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3269/2338536238_0d62965016_m.jpg" width="240" height="60" alt="Olympia-Boykott Peking 2008" /></a>
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Kommentare

Die Assoziation zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin mag im ersten Augenblick hart erscheinen, aber ich sehe es im Grunde genau so. Es wird versucht, mit propagandistischen Mitteln eine heile Welt im Reich der Mitte vorzuspielen - und jeder der auch nur im Mindesten die Berichterstattung quer durch die Medien verfolgt, dürfte einleuchten, dass in China seit Jahrzehnten alles Andere als eine heile Welt herrscht.

Ich hoffe nur, dass jenseits von kommerziellen Absichten auch die Massenmedien seine Konsequenzen daraus zieht, was aber wohl ein Wunschtraum bleiben wird.

geschrieben von Tobias | 16. März 2008, 22:36

Keine Politik

Ich bin per se gegen die Politisierung der Olympischen Spiele. Also auch prinzipiell gegen einen Boykott. Doch hier versucht die Volksrepublik China, die Olympischen Spiele für ihre Zwecke zu instrumentalisieren - gleichzeitig werden alle möglichen Hindernisse radikal beiseite geräumt. Das trifft jetzt besonders Tibet - aber auch in der Vorbereitung z.B. der ganzen Baumaßnahmen mussten viele chinesischen Bürger per order weichen.

geschrieben von Frank Hamm | 16. März 2008, 22:55

Der Vergleich zu den olympischen Spielen 1936 ist in meinen Augen durchaus nachvollziehbar - China benutzt die Olympiade auch aus meiner Sicht als Imagekampagne, um Menschenrechtsverstöße & Raubbau im Himalaya unter den Teppich zu kehren.

Ich werde neben dem bloggen darüber ebenfalls einen "persönlichen Olympia Boykott" durchziehen ... Free Tibet ;-)

geschrieben von Frank @ free-tibet.info | 17. März 2008, 15:50

Ich halte den Boykott für durchaus gerechtfertigt. Allein die Investitionen, welche speziell für die Olympischen Spiele in Peking gemacht worden sind, bauen darauf auf der Welt ein falsches China zu präsentieren.

geschrieben von Markus | 18. März 2008, 14:54

Man könnte z. B. auch die Hauptsponsoren boykottieren. Das geht einfacher und ist für jeden ganz alltäglich machbar. No more coke! Fritz-Kola oder Pepsi gehen auch. Keine Kodak-Filme mehr, keine Adidas-Schuhe, stattdessen Nike o.ä., keine Big Macs mehr stattdessen mal zu Burger King gehen. Muss man einen VW Golf bestellen? Nein. Es gibt genügend gleichwertige und dazu oft noch preiswertere Automodelle.

geschrieben von Mario Scheuermann | 18. März 2008, 20:57

Inzwischen denke ich auch darüber nach, ob es sinnvoll ist auch Hersteller zu boykottieren. Was allerdings im Einzelfall durchaus schwierig sein könnte. Was mache ich beispielsweise, wenn ich ein neues Notebook kaufen möchte?

Aber alleine schon im Geschäft den Verkäufer zu fragen, ob Teile des Produkts in China hergestellt sind, könnte ein Zeichen setzen. Oder demonstrativ einen konkreten Nichtkauf mit Tibet zu begründen.

geschrieben von Frank Hamm | 19. März 2008, 06:15

tibet

Olympia Boykott !! JA!!
Es ist die einzige Methode um diesen grauenhaften Völkermord zu stoppen !.
Gibt es irgendwo Kundgebungen pro Boykott.
Ich wünschte mir die Menschen gingen auf dei Straße.
Es lebe Tibet !
Anke

geschrieben von anke swoboda | 22. März 2008, 14:17

Ich bin eindeutig für den Boykott. Die Olympischen Spiele dienen in erster Linie ja nicht einem "Kampf der Nationen" um irgendwelche Medallien, sondern der freundschaftlichen Zusammenkunft vieler verschiedener Kulturen und Nationen. Ich denke nicht, dass ein Land, das konsequent die Menschenrechte verletzt da ein guter Gastgeber sein kann.
Der Hersteller-Boykott ist bei Dingen wie dem Notebook natürlich schwer machbar, aber wenn es sich vermeiden lässt, Produkte "Made in China" zu kaufen, sollte man das tun. Und das ist bei den Dingen, die man sich öfter kauft, als das Notebook, durchaus realisierbar (Lebensmittel, Klamotten, etc.).

geschrieben von gwen | 26. März 2008, 01:06

Boykott

Jedermann, der etwas auf sich haelt, will boykottieren!

geschrieben von Johann Schmidt | 26. März 2008, 04:59

Aufkleber

Wir haben einen Aufkleber entworfen zum Thema:

Beijing 2008 Nein Danke Aufkleber

geschrieben von Eduard vom Steinhof | 3. April 2008, 15:21

Olympia Boykott

auch wir haben einen Weblogo für den Boykott der Spiele in China entworfen!
Wer Menschenrechte und Meinungsfreiheit verbietet, darf solche Spiele nicht veranstalten. Unsere Politiker sind Feiglinge und trauen sich nichts zu. Den Amis nachrennen und in den Arsch zu kriechen, das können die. Die denken nur an die wirtschaftliche Auswirkung als an die menschliche Tragödie.

geschrieben von Tatschky | 3. April 2008, 15:44

Boykott

sehe ich genauso!! Es hilft nur ein Boykott!!

Grüße
Joachim

geschrieben von Joachim | 7. April 2008, 10:08

Boykott

Also ner konkreter Kauf-Boykott dürfte praktisch unmöglich sein. Heute kommen so viele Produkte aus China, auch mein neues MacBook Pro. Dann müsste man ja fast auf alles verzichten, und wer will das schon? Is irgendwie ähnlich wie mit de Klimawandel: alle wollen was tun, aber wenn es um Verzicht geht, is Schluss.

geschrieben von Karsten Füllhaas | 7. April 2008, 19:40

Die Sponsoren in die Pflicht nehmen!

Einen Boykottaufruf nehmen wohl eher die Sponsoren als die Jintao-Clique ernst. Alleine mit ein paar Bannern im Web ist aber wohl nich nicht allzu viel erreicht. Man muss die Sponsoren wenigstens beim Namen nennen. Wenn deren Reputationsschäden zu gross zu werden drohen, sind sie wohl hinter geschlossenen Türen zu deutlicheren Worten als das IOC bereit.

Der olympischen Idee ist heute die Puste in Paris ganz offiziell ausgegangen, und zwar gleich fünffach.

geschrieben von Andreas Kyriacou | 7. April 2008, 20:57

Das IOC-Absurdistan

Was sagt das IOC heute: "Es sind Spiele, nichts Politisches". Wie lautete es bei der Vergabe: "Durch Auswahl von Peking hoffen wir, den Demokratisierungsprozess zu stärken". Ich wußte gar nicht, dass der Demokratisierungsprozess eine sportliche Disziplin ist.
Die bisher einzigen klaren Worte eines Funktionärs zugunsten von Maßnahmen habe ich in den Tagesthemen vernommen: Von Manfred von Richthofen, Präsident des Sportbundes.

geschrieben von Stefan Landwehr | 11. April 2008, 09:09

s

kann jemand mir erklären wie schlecht ist die Menschenrechte verletzung in China

geschrieben von Bobby Jones | 18. April 2008, 04:16

boykott_unbedingt

boykott ja _unbedingt

ja zu Menschenrechten
nein zu Wirtschaftsmacht,Vorteil China

wieder stehen wirtschftliche Interessen im Vordergrund
wie arm ist das denn...

geschrieben von Volkmar Gröpler | 18. April 2008, 11:26

Olympia

Schaut Euch an, was die Chinesen mit ihrem eigenen Volk machen! Das ist DDR hoch Zehn. Null Fernsehen, Null Radio, Null Presse von diesen Olympischen Spielen!!!
Grüße aus Franken

geschrieben von Papapuppe | 12. Juli 2008, 00:33