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10. September 2007

Gerald hat auf hyperkontext eine weitreichende und geniale Betrachtung zum "Intranet als strategischer Zündstoff" inklusive Quellenangaben und weiteren Links zum Thema veröffentlicht. Eine Liste seiner betrachteten Punkte:

  • Es ist ein langer Weg
  • Das ist die Realität. Bong!
  • Intranet als Sender (ohne Antwort)
  • Intranet als Intra-PR
  • Die werden uns nicht zu gescheit
  • Wo kämen wir denn da hin?
  • Intranet 2.0
  • Intranet als Office-Installation
  • Unser Intranet kost gar nix
  • Unternehmenskultur ist entscheidend
  • Die digitale Spaltung schreitet voran 

[ weiterlesen: Intranet als strategischer Zündstoff

Gerald trifft mit seinem Zitat der Ablehnungsbegründung eines britischen Gesetzesentwurf zur Ausbildung der Arbeitenden und der Armen aus dem Jahr 1807 einen wichtigen Kern:

Wie trügerisch sinnvoll uns das Projekt, den Arbeitenden oder den Armen Bildung zu geben, auch erscheinen mag, es wäre ihrer Moral und ihrer Glückseligkeit nachteilig; es würde sie lehren, ihr Los zu verachten, anstatt sie zu guten Dienern in der Landwirtschaft und anderen anstrengenden Beschäftigungen zu machen, für die sie ihr Rang in der Gesellschaft vorherbestimmt.

Viele Führungskräfte leben in der Welt, die sie sich geschaffen haben. In dieser Welt bestimmen sie selbst die Unternehemenswelt, und sie bestimmen, was gewusst werden darf, was gut ist und wie die Welt weiter rollt.

Ab und an gibt es große Augen, wenn beispielsweise eine externe Agentur erzählt: 15 Prozent der Mitarbeiter eines Unternehmens sind bereits in XING und bauen ihre eigene Welt mit Mitarbeitern aus anderen Unternehmen. Und wer sich diese Mitarbeiterprofile betrachtet, der wird feststellen: Es sind viele Führungskräfte und viele hochbezahlte Fachleute - nicht nur jüngere sondern auch "Silver Employees". Doch dann wird zur Tagesordnung übergegangen und das nächste Stakeholder-Statement formuliert. 

Interne Quellen derselben Information sind per se unglaubwürdig, weil sie nicht in das aufgebaute Weltbild passen. Im 19. und auch noch im 20. Jahrhundert konnte ein Unternehmen das Weltbild seiner Mitarbeiter kapseln und in einem hohen Grad bestimmen. Auch heutzutage sind noch viele Mitarbeiter mit dem vorbestimmten Weltbild zufrieden und glücklich.

Noch. Aber nicht mehr lange.

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Kommentare

Zufrieden

Heute habe ich ein neues Buch fertiggelesen - übrigens sehr zu empfehlen - von einem Mann aus der Praxis; Franz Reinisch, "Die Köpfe sind das Kapital", wo folgender Vergleich erzählt wird:

Ein Bär, der viele Jahre in einem 5qm großen Käfig eingesperrt war und dann in ein großes Gehege übersiedelt wird, benutzt die ersten Tage trotzdem immer nur seine 5qm, obwohl ihm jetzt viel mehr zur Verfügung stehen.

geschrieben von Gerald | 10. September 2007, 23:26

Affen...

Nicht nur der Zaun im eigenen Kopf verhindert das "Ausbrechen" zu neuen Ufern, oft sind es Kollegen oder Führungskräfte.

Eine passende Geschichte dazu ist die von den Affen und der Banane.

geschrieben von Frank Hamm | 11. September 2007, 05:49