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1. Juli 2007

Thomas Pleil greift in "CSR und PR: Ein Missverständnis?" die Wechselbeziehung von CSR (Corporate Social Responsibility) und PR (Public Relations) auf:

Der Umgang mit CSR-Maßnahmen in der Kommunikation ist sicher eine heikle Aufgabe bzw. oft eine Gratwanderung. Doch wenn sich ein Unternehmen glaubwürdig und ernsthaft engagiert, darf dies meiner Meinung auch kommuniziert werden. 

Dabei bezieht er sich auf einen Beitrag von Carina Waldhoff auf Moderne Unternehmenskommunikation (CSR-Kommunikation: nix trendy!"):

Zu Recht verweist sie darauf, dass CSR nicht bedeutet, einfach “Gutmensch” sein zu wollen, sondern dass wirkliches CSR eine Managementstrategie und eben kein Werbegag ist, als den Forthmann die Sache offenbar begreift. 

Meine Meinung 

Ich bin Mitarbeiter eines Unternehmens. Dieses Unternehmen (und jedes andere, in dem ich bisher gearbeitet habe oder in dem ich noch arbeiten werde) nimmt einen wesentlichen Anteil meines Lebens in Anspruch. Daher kann ich nur begrenzt (d.h. zeitlich oder inhaltlich) in Kauf nehmen, wenn die Kultur und das Selbstverständnis des Unternehmens meiner Kultur und meinem Selbstverständnis widersprechen.

Daher habe ich inzwischen den Anspruch, dass "mein" Unternehmen CSR hat und ausübt. Ich erwarte, dass ich mich mit dieser Sozialen Verantwortung identifizieren kann.

Ich sehe CSR als ein Teil der Corporate Identity. Es ist legitim und wichtig, dass das Unternehmen darüber mit seinen Bezugsgruppen redet (ups - tatsächlich, ich habe "mit" und nicht "zu" gesagt). Diesen Teil der Beziehungen zu Öffentlichkeiten zu pflegen sehe ich als Teilaufgabe von Public Relations. Ganz im Sinne von:

Tue Gutes und rede darüber

Zusätzlich wird in den nächsten Jahren in dem Krieg um Talente mit Unternehmenskultur nach meiner Überzeugung der Ausübung von CSR eine Schlüsselrolle zukommen.

BTW: All zu oft wird für mich unter Public Relations nur die "externe Öffentlichkeitsarbeit" verstanden - und dann wird fast immer vergessen, dass es a) um die Beziehungen mit Öffentlichkeiten geht und dass b) die Mitarbeiter eine dieser Öffentlichkeiten sind.


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Kommentare

CSR intern

Kann ich nur unterstützen. Gerade der Aspekt der internen Kommunikation ist besonders wichtig. Und hier zeigt sich wiederum eine Querverbindung zu CSR, denn hier zählen Aktivitäten im Bereich der Mitarbeiter besonders (auch wenn in der Diskussion zu CSR externe Maßnahmen manchmal im Vordergrund zu stehen scheinen). Aber CSR beginnt überspitzt gesagt schon beim Führungsstil...

geschrieben von Thomas | 1. Juli 2007, 21:19

Führungsstil

Wenn ein Unternehmen sich selbst definiert hat (U-Ziele, Philosophie etc.) dann nützt das wirklich nur wenig, wenn die Führung nicht stimmt.

Wenn das Unternehmen sich sehr CSR-ig nach außen gibt, aber innen sehr "autoritär und hart" führt, dann passt das nicht zusammen.

geschrieben von Frank Hamm | 2. Juli 2007, 08:50