7. Februar 2010
Für die PR-Konzeption für PR PLUS führte ich im November eine Umfrage zur Online-Nutzung bei PR-Tätigen und -Interessierten durch. Insgesamt nahmen etwa 300 Personen an der Umfrage teil. Der weitaus größte Teil waren PR-Tätige oder Journalisten. Die Ergebnisse flossen in meinen Abschluss zum akademischen PR-Berater ein. Derzeit bereite ich die Ergebnisse für eine Präsentation auf, die ich hier im Blog in den nächsten Tagen veröffentlichen werde.
In Abwandlung der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes "Digital Gap", der auf den Zugang zur digitalen Welt und unterschiedliche Kulturen abhebt, frage ich mich jetzt:
Gibt es in Deutschland doch einen "Digital Gap" der Altersgruppen? Gibt es die "Digital Natives"?
Anlaß für diese Fragestellung sind einige der Umfrageergebnisse. Ein paar Bemerkungen zur Umfrage:
- Die Umfrage fand im November 2009 statt.
- Insgesamt nahmen 302 Personen an der Umfrage teil.
- Davon haben 259 wirklich alle Fragen beantwortet.
- Die Umfrage war Bestandteil der PR-Konzeption für mein Fernstudium PR.
- Der Auftraggeber war PR PLUS, Heidelberg.
- Die Umfrage ist nicht repräsentativ.
- Die Umfrage hat einen hohen Anteil (ca. 80 Prozent) an Personen aus dem Netzwerk von PR PLUS (beispielsweise Teilnehmer, Absolventen, Dozenten).
- Etwa 60 Prozent der Teilnehmer sind PR-Tätige oder Journalisten (ein gelernte Lektion für das nächste Mal: PRler und Journalisten trennen)
6. Februar 2010
Immer mal wieder liest man ja in diesem Internet vom sogenannten Crowdsourcing. Jetzt stehe ich gerade heute vor einem Problem, dessen Lösung ich gerne in die Cloud outsourcen, d.h. crowdsourcen möchte. Ich habe für heute Abend im Restaurant Pfaffenhofen einen Tisch für 19:00 Uhr für zwei Personen reserviert.
Leider neigen immer mehr Restaurants dazu, dem Gast die Überraschung zu verderben und ihre Speisekarte online zu stellen. Man (ich!) kommt selbst beim einfachen Aufruf der Homepage zwecks Erkundigung nach der Telefonnummer nicht umhin, seine Aufmerksamkeit und seinen Mauszeiger auf den Menüpunkt "Speisekarte" zu lenken. Und schwups - die Überraschung ist dahin, man weiß um die kulinarischen Köstlichkeiten und der Spaß ist weg.
Das Allerschlimmste jedoch daran ist: Ohne Vorankündigung durch derartige Ablenkung auf der Homepage sitzt man im Restaurant, die Bedienung drängelt, und innerhalb weniger Sekunden muss man sich entscheiden. Doch mit der Speisekarte im Nacken im Browser zieht sich die Zeit träge dahin und stundenlang hat man Zeit zum Überlegen.
So bitte ich die wilde Crowd um Hilfe, lagere das Problem also einfach aus: Welches Hauptgericht soll ich heute Abend bestellen?
Ich werde mich gnadenlos Eurer Weisheit unterwerfen und bitte um Eure Entscheidung:
Update
Es war ein Rennen um den ersten Platz. Und beide Favoriten kamen mit derselben Anzahl der Stimmen an: Gebratene Barbarie Entenbrust an Balsamicojus und Rosa gebratener Lammrücken unter Kräuterkruste hatten beide 5 Stimmen. So musste ich entscheiden. Die Wahl fiel auf den Lammrücken, denn den gab es in einem Menü. Das im Übrigen super schmeckte:
6. Februar 2010
Seit gestern bin ich akademischer PR-Berater. Die Abschlussprüfung war bei PR PLUS in Heidelberg und erfolgte in Kooperation mit der Donau-Universität Krems. In das Prüfungsergebnis fließen ein:
- Die mündliche Prüfung zu den Themen PR-Textarbeit, Instrumente der PR, Planung und Organisation (gestern).
- Die schriftliche Fachprüfung (ergibt sich aus Noten für Aufgaben zu den monatlichen PR-Briefen).
- Die PR-Konzeption, ein praktisches PR-Konzept für einen realen Auftraggeber (meine Abgabe war im Dezember 2009), sowie deren Präsentation/Verteidigung vor der Prüfungskommission (gestern).
Die Prüfung verschafft mir 60 ECTS-Punkte inklusive der Möglichkeit eines Updates zum Communications Master of Science (MSc). Das Fernstudium PR bei PR PLUS umfasst 18 Studienbriefe, 5 Workshops in Heidelberg (werden auch in Köln angeboten) und einen Online-Campus mit beispielsweise Dokumenten und einem Forum. Inhalte des PR-Studiums sind u.a. Grundlagen PR und Kommunikation, Organisation und Management, Massenmedien, Medienarbeit- und gestaltung, Aufgabenfelder, Kommunikatives Verhalten, PR-Instrumente, Methoden und Analyseverfahren, Konzeptionsmedhodik, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Recht und Ethik.
Danke!
Viele haben mir auf Twitter, Facebook und in E-Mails Glückwünsche zur bestandenen Prüfung übermittelt. Vielen herzlichen Dank für Eure Glückwünsche, sie bedeuten mir viel. Aber nicht nur für die Glückwünsche möchte ich mich bedanken sondern auch für Eure Begleitung seit ich 2005 mit dem Bloggen begann. Dazu ein Auszug aus dem Vorwort meiner PR-Konzeption:
Ich bedanke mich bei den vielen Menschen im Social Web, die ihre Meinung mit mir austauschen und von denen ich immer wieder lernen darf. Ganz besonders danke ich meiner Frau, die mich seit Langem in meinem Weg immer wieder bestärkt.
Was fangen "wir" damit an?
Derzeit betreue ich das Intranet und den Internetauftritt einer Bank. Ich weiß nicht, was mir die Zukunft bringt. Aber ich werde die Zukunft mit gestalten.
In Gegenwart und Zukunft sehe ich einen großen Anteil der Public Relations-Arbeit online stattfinden und da ganz besonders im Bereich Social Media. Wenn Sie dies ebenfalls so sehen und sich einen Social Media Man wünschen, dann können wir vielleicht unsere Zukunft gemeinsam gestalten.
Sprechen Sie mich an - Menschen sind Gespräche
6. Februar 2010
Nach erfolgreichem Abschluss meines PR-Studiums endlich wieder Termine
- Am 7. Februar bin ich auf dem 7. Forum für Vordenker ("Das Medienorchester – was Kommunikationsprofis von Dirigenten lernen können") mit Christian Gansch in Darmstadt
- Am 1. März bin ich in Frankfurt beim Webmontag
- Am 11. März bin ich auf dem Konvent des Arbeitskreises Intranet in Frankfurt
- Vom 19. - 21. März bin ich zum PolitCamp in Berlin
- Am 10. April will ich zum IdentityCamp in Mannheim in der SAP-Arena
- Leider werde ich es am 13. April nicht zum PR 2.0 Forum in Hamburg schaffen - schade!
- Vielleicht schaffe ich es am 15. April zum Enterprise 2.0 Forum in Köln
- Ganz bestimmt schaffe ich es zu meinem
vierwöchigen Großprojekt am 23. April
- Als PWO (Personal Wellness Officer) konnte ich bereits @manuela gewinnen
- Ich hoffe dort @roxannedarling und @shane zu treffen
- Ich hoffe es am 14. Mai zum Event des Social Media Clubs zu schaffen
17. Januar 2010
Die Lage in Haiti ist katastrophal. Auch wenn die Hilfe aufgrund der Zerstörungen erst langsam anläuft, so zählt jede Spende. Djure machte auf die Aktion von Spreeblick/Johnny Haeusler auf Helpedia aufmerksam. Bei Helpedia kann man Unterstützer für eine Aktion werden. Johnny unterstützt die Aktion Deutschland Hilft.
Ich habe mich dann aber für die Aktion von yiid für Aktion Deutschland Hilft entschieden. Denn Yiid wird seine bisher gespendeten 250 Euro verdoppeln, sobald 1.000 Euro erreicht sind:
Wir haben firmenintern bereits 250 Euro sammeln können. Sollten wir es mit ihrer Hilfe schaffen, eine Gesamtspendensumme von 1000 Euro zu erreichen, werden wir den von uns gestifteten Betrag auf 500 Euro erhöhen.
Derzeit liegt der Spendenstand bei 400 Euro. Deswegen meine Bitte:
17. Januar 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass Sie gegen Google vorgehen wollen:
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hatte von Google im Internet eine faire Suche und Beteiligung gefordert. "Wir wollen wissen, wie gelistet wird und warum welches Angebot oben in der Ergebnisliste steht, und wir wollen an den Werbeeinnahmen, die mit unseren aufwendig hergestellten Qualitätsinhalten generiert werden, beteiligt werden", hatte ein BDZV-Referent Ende vergangenen November in einem dpa-Gespräch gesagt.
[ heise online - Verleger gehen gegen Google vor ]
Ich danke Ihnen für Ihre Initiative, denn ich entnehme der Aussage Ihres Referenten, dass Sie für eine Beteiligung der Hersteller von Qualitätsinhalten an Werbeeinahmen eintreten.
Denn dies bedeutet für mich auch, dass ich als Hersteller von Qualitätsinhalten an Werbeeinnahmen beteiligt werde, wenn meine Qualitätsinhalte auf einer Website eines Ihrer Mitglieder (beispielsweise bild.de, welt.de, waz.de, faz.de, rnz.de, rhein-zeitung.de, allgemeine-zeitung.de, sueddeutsche.de) erscheinen. Wenn ich also zukünftig auf einer solchen Website zitiert werde, einen Kommentar (beispielsweise auf einem Blog des Handelsblatts) oder ein Video einstelle, dann werde ich an den Werbeeinnahmen des jeweiligen Verlages beteiligt.
Können Sie dies so bestätigen, oder sehen Sie eine Beteiligung für Dritthersteller von Qualitätsinhalten nicht vor?
Ich würde mich freuen, wenn Sie aufgrund der Relevanz des Gegenstand dieses Schreibens für viele Autoren eine öffentliche Stellungnahme abgeben würden. Ich habe daher dieses Schreiben auch als Offenen Brief (u.a. auf der Domain meiner Emailadresse) veröffentlicht.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Hamm
Dieses Schreiben habe ich gleichzeitig über die Kontaktseite des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) an den BDZV gesendet ("Willkommen auf der Homepage des BDZV. Bei Fragen oder Anregungen haben Sie die Möglichkeit, sich über das Kontaktformular mit uns in Verbindung zu setzen.").
16. Januar 2010
Wer ernsthaft und als Managementfunktion Public Relations betreibt, der kommt jetzt bereits nicht mehr umhin, auch Social Media als Teil seiner PR-Arbeit zu betrachten und zu berücksichtigen. Wer heutzutage die Pressearbeit als Teil der PR-Arbeit ignoriert, handelt fahrlässig. Wer heutzutage Social Media als Teil der PR-Arbeit ignoriert, handelt fahrlässig. Das muss nicht bedeuten, dass er bzw. das Unternehmen sofort ein "Social Media Addict" werden muss, aber er sollte zuhören und zuschauen. Und irgendwann muss er eine aktive Social Media-Strategie als Teil seiner PR-Strategie fahren. Früher oder später (kriegen wir ihn).
Wenn man auf der Suche nach Ressourcen für Social Media ist, muss man zunächst die Frage stellen, wie man den Wertschöpfungs-Beitrag von Kommunikation im Verhältnis zu den anderen Wertschöpfungs-Faktoren beurteilt – also im Verhältnis zu beispielsweise HR, F&E, Support, Infrastruktur, IT, Treasuring, Vertrieb, Marktforschung,… you name it!
[ Social Media gehört zur Grundversorgung eines Unternehmens. Wie Telefon und E-Mail. | talkabout ]
Und wo wir schon bei der Grundversorgung sind: Das gilt auch für die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten
15. Januar 2010
Nicole Simon hat vollkommen Recht. Wenn Mitarbeiter in ihrer Arbeitszeit so viel Zeit haben, um auf Ebay zu steigern/versteigern, sich auf Xing in Foren zu tummeln, auf Facebook zu chatten - dann hat das Unternehmen ein Problem:
Aber Sie stimmen doch zu, dass es verschwendete Zeit im Internet gibt?
Auf jeden Fall! Das ist ja auch einer der Gründe, warum viele Unternehmen anfangen, Seiten zu sperren. Ich kenne sogar große Firmen, die zum Beispiel den Zugang zu Xing blockieren, weil die Mitarbeiter dort Zeit verschwenden. Seit vielen Jahren sperren Unternehmen auch Angebote wie Ebay. Und heute sind eben auch die sozialen Netzwerke mit dabei. Auf der einen Seite klingt das alles ganz normal und in Ordnung, weil man glaubt, damit die Produktivität zu erhöhen. Wenn man aber die Mitarbeiter nicht vernünftig so leiten kann, dass sie die Werkzeuge, die ihnen zur Verfügung stehen, verwenden können, dann hat man noch ganz andere Probleme.
[ Web 2.0: Warum Unternehmen twittern müssen - Handelsblatt.com ]
Diese Unternehmen haben ein Problem mit ihren Führungskräften. Denn die Führungskräfte führen nicht. Ansonsten hätten ihre Mitarbeiter Aufgaben, deren Zielerreichung kontrolliert wird. So vergeuden die Mitarbeiter ihre Zeit, d.h. die Zeit ihres Arbeitgebers, mit privaten Tätigkeiten.
Und das "Schlimmste" daran ist: Es geht auch ohne Internet. In der Kaffeeküche, in der Raucherecke, sogar im Büro beim Quatschen und Tratschen. Das ist keine Erfindung des Internets. Das gab es schon vor 100 Jahren. Und jeder wusste es. Damals waren die Mitarbeiter dran schuld und nicht die Chefs. Heute ist dieses Internet dran schuld und nicht die Führung.




